In Deutschland sind die Lichter aus

Wenn die Sonne ihr güt’ges Werk brav verrichtet, der Tag sich schlafen legt, Zwielicht, Dämmerung – gar Finsternis sich auszubreiten dräut – dann ist noch der Griff zum Schalter eine Lösung: Zack, der Raum ist hell. Manchmal können aber viele hundert Watt an umgesetztem Strom nichts ausrichten: die Birnen glühen, der Leuchtstoff wabert, aber es bleibt einfach finster im darob hell beleuchteten Oberstübchen.

Bis neulich war mir gar nicht klar, dass wir in einer großen Gefahr schweben, nämlich der, das bei uns in Deutschland die Lichter ausgehen würden. Das liegt jetzt nicht etwa daran, dass jetzt die Glühbirne als solches Verboten wird und niemand adequaten Ersatz beschaffen kann. Oder daran, dass der Heizer im Kraftwerk Ibbenbüren seine Schaufel zur Seite geschmissen hat und nun einfach kein Saft mehr kommt: Nein!

Die Lichter gehen in Deutschland aus, weil die Lügenpropaganda der Sieger Richtschnur ist und ungebremste Zuwanderung die Wesenart der Deutschen verdrängt. Außerdem lernte ich – durch Zufall nur – aber doch dann für mich die Augen weit öffnend, dass es  „Zum Sprachpansch [.. ] durchaus [..]  sinnvolle Alternative(n)“ gäbe: „die deutsche Sprache“ nämlich. Sowie dass „die verwirrten rot-grünen und die Migrantenverbände […]  natürlich kein Interesse“ daran hätten „die deutsche Sprache zu erhalten“.

Was Felix in seinem Seggelblog so daherfabuliert ist zwar bezeichnend dämlich und insofern nicht weiter beachtenswert, aber ich stolperte trotzdem über Ungereimtheiten in diesem Denglisch-Gejammere, welches ausgerechnet unter Tag „Neusprech“ abgelegt wurde. Freundliche Hinweise, doch die einem scharf in Auge springenden Rechtschreibfehler in einem solchen Kontext zu korrigieren, werden natürlich ignoriert.

Nun bin ich kein Freund von „Come in and find out“ und ich finde Menschen, die sich „meeten“ und „voten“ auch foolish, zumindestens mag ich unbedachtes Nachplappern gar nicht. Aber wenn man sich schon exponiert und öffentlich nachlesbar beklagt, dann sollte es auch stimmig sein.

Stimmig ist in diesem Fall natürlich Null, wenn man ein Blog mit diesem Thema auf „WordPress“ aufmacht, aber was will man schon machen, wenn man keinen nicht unter Siegerjustiz stehenden Server findet, der nicht ein Impressum zur Auflösung des Urhebers verlangt, nicht wahr? Die Domain mag eine kleine Spitzfindigkeit sein, aber dann eben das Impressum unter den Begriff „About“ abzulegen ist doch der Knüller! Hey! Es fehlt der Link zum „Home“!

Nun nochmal und jetzt eben an dieser Stelle zur Meinung dieses Hirnis mit seinem lateinischem, mithin also ausländischem Vornamen „Felix“:

„Zum Sprachpansch gibt es durchaus eine sinnvolle Alternative – die deutsche Sprache. Die verwirrten rot-grünen und die Migrantenverbände haben natürlich kein Interesse die deutsche Sprache zu erhalten .“

„Rot-Grüne“ ist eine Bezeichnung für Menschen, die sich beispielsweise der SPD oder eben den Grünen hingezogen fühlen oder Mitglied in einer der beiden Parteien sind. Damit ist „Rot-Grüne“ hier ein Substantiv und will großgeschrieben werden. Interesse, im weiteren, hat man an etwas, also hier im Plural haben höchstens die Migrantenverbände kein Interesse daran und der Relativsatz will dann auch ein Komma haben. Zudem gibt es hier ein semantisches Problem durch die Satzverbindung mit „und“, denn so könnte auch gemeint sein, dass die verwirrten rot-grünen Verbände sowie die verwirrten Migrantenverbände kein Interesse an etwas haben. Nun kenne ich zwar keine rot-grüne Verbände, aber wer weiß?

Inhaltlich habe ich aber noch weitere Fragen:

Ist es jetzt so, dass die im Kopf ganz klaren, straighten Rot-Grünen sehr wohl ein Interesse an etwas haben?

Haben sich in Verbänden organisierende Migranten im Generellen einen anglophilen Sprachhintergrund?

Des Weiteren würde ich gerne wissen, was die Kerzen neben der Quadriga auf dem Blog sollen? Ja, sind jetzt die Lichter schon aus oder sind sie noch an? Und wenn man den 30. Januar feiern will, dann müssen da Fackeln leuchten, nicht so fipsige Linksprotestlichtlein, was soll denn jetzt der Unsinn?


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